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Lernen
Blackfoot

Schwarze Füße?

Am 25. März kam es (wie schon zwei Wochen zuvor) in unserer Schule zu einer Begegnung der besonderen Art. Die Schüler der 8d lernten Murray Small Legs, Blackfoot-Indianer des Peigan-Stammes, kennen. Vor inzwischen über 10 Jahren lernte dieser eine Potsdamerin kennen und verlegte seinen Wohnsitz kurzerhand vom kanadischen Alberta nach Babelsberg. Seitdem ist er unermüdlich  unterwegs, um seine Kultur in die Welt zu tragen. Nach einem Diavortrag, der mit den gängigen Klischees gründlich aufräumte (nein, Indianer reiten nicht mehr durch die Gegend; ja, sie fahren mit dem Auto; die Jugendlichen sitzen nicht singend ums Lagerfeuer, sondern schauen MTV usw.), war es nun an den Schülern, indianische Lebensweise in Ansätzen nachzuempfinden. So wurde eine Version des „Indian Waltz“ zum besten gegeben und die Fingerfertigkeit anhand diverser indianischer Spiele, wie der „Turtle Race“ auf die Probe gestellt. Gerade am Beispiel dieses „Schildkrötenrennens“ machte M. Small Legs deutlich, dass Spiele für die Kinder des Stammes von essentieller Bedeutung waren, nicht nur aus Gründen des Zeitvertreibs, sondern weil sie stets auch Fähigkeiten oder Körperpartien trainierten, die beispielsweise für die Jagd wichtig waren. Am Ende des Besuchs gab es dann noch einen Crash-Kurs in Blackfoot, der Sprache des Stammes. Man begrüßt sich beispielsweise mit einem kurzen „O-ki“ - „Howgh“, das viele von uns aus den Indianerbüchern und –filmen kennen, ist den Blackfoot fremd. Besonders einprägsam und auch für uns leicht zu formulieren war dann auch die Verabschiedungsformel, mit der Murray Small Legs seinen Besuch bei uns beendete: „Kitaikitamaatsin’aohpowah“. Bis zum nächsten Mal!