Im Rahmen unserer Netzwerkveranstaltung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ konnten wir am Mittwoch, dem 25. März 2026, unseren Paten, den Schauspieler Matthias Brandt, in unserer Aula begrüßen.
Gemeinsam mit den Geschichts- und Erasmus+-Seminarkursen diskutierte Herr Brandt über die Bedeutung des „Nein-Sagens“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie und wann Menschen den Mut finden, sich gegen Mehrheiten oder Ungerechtigkeit zu stellen.
Herr Brandt hatte sich ebendiese Frage in seinem gleichnamigen Buch „Nein sagen“, aus welchem er verschiedene Passagen vorlas, gestellt und teilte seine Gedanken mit uns.
Ausgehend vom 20. Juli 1944 als Symbol des Widerstands gegen das NS-Regime wurde thematisiert, welche Rolle Erinnerung für uns heute spielt. Dabei ging es nicht nur um historisches Wissen, sondern vor allem um die Verbindung zur Gegenwart: Was bedeutet Widerstand für unser eigenes Handeln heute?
Anhand von Beispielen wie dem Politiker Julius Leber sowie Helmuth James Graf von Moltke, der auch Schüler unserer Schule war, wurde klar, welche Konsequenzen es haben kann, für seine Überzeugungen einzustehen. Gleichzeitig wurde die Frage aufgeworfen, ob wir selbst in einer solchen Situation ähnlich mutig gehandelt hätten – eine Frage, die bewusst unbeantwortet blieb.
Im Fokus stand daher die Gegenwart, die uns nicht mehr erlaubt, gleichgültig und unpolitisch zu sein. Wie reagieren wir heute, wenn wir Ausgrenzung, Ungerechtigkeit oder problematische Sprache erleben? Die Diskussion zeigte, dass Zivilcourage oft Überwindung kostet, aber im Alltag eine wichtige Rolle spielt. Und dazu haben wir uns als Netzwerkschule verpflichtet.
Das Gespräch am Ende machte deutlich, dass niemand als Held geboren wird, sondern dass Mut im Kleinen beginnt. Matthias Brandt betonte, dass er der Zukunft nicht pessimistisch gegenübersteht, sondern eine Zeit mit Herausforderungen vor uns liegt, mit denen wir lernen müssen umzugehen.

